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Fatah Sieger bei dritter Runde der Kommunalwahlen im Westjordanland

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Fatah Sieger bei dritter Runde der Kommunalwahlen im Westjordanland

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Bei der dritten Runde der Kommunalwahlen im Westjordanland zeichnet sich ein Sieg der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ab.

Vorläufigen Ergebnissen zufolge würden der Fatah 61 der insgesamt 104 lokalen Verwaltungen zu Teil. Anlaß zur Beunruhigung hat Abbas dennoch: zweitstärkste Kraft wäre demzufolgedie radikal-islamische Hamas mit 28 gewonnen Wahlkreisen. Die Kommunalwahl gilt als Test für die Parlamentswahl, die im kommenden Januar stattfinden soll. Rund 150.000 Palästinenser im Westjordanland waren aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Bei der ersten Parlamentswahl in der palästinensischen Geschichte überhaupt im Jahr 1996 war die Hamas nicht angetreten – aus Protest gegen Friedenspläne mit Israel. Diesmal jedoch will sie kandidieren. Sollten sich die vorläufigen Ergebnisse der Kommunalwahl bestätigen, würde der Druck auf Mahmud Abbas zunehmen. Seine Fatah-Bewegung gilt vielen Palästinensern als korrupt, nicht so die Hamas. Dieser fallen außerdem auch wegen ihrer karitativen Arbeit Sympathien zu. Nicht zuletzt aber auch – und das gibt nicht nur Abbas Anlaß zur Sorge – wegen ihrer Selbstmordanschläge gegen Israel.