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Konservativ aber kein Hardliner: John Roberts ist Oberster Richter der USA

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Konservativ aber kein Hardliner: John Roberts ist Oberster Richter der USA

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In den USA ist die Ernennung John Roberts zum Vorsitzenden des Supreme Courts mit gemischten Gefühlen aufgenommen worden. Der Senat hatte Roberts am Donnerstag als obersten Richter der Vereinigten Staaten bestätigt, Präsident George W. Bush nahm Roberts den Amtseid ab. Für den konservativen Katholiken stimmten alle Republikaner und rund die Hälfte der demokratischen Senatoren. Er habe ein Vorbild für die Ausübung seines Amtes, so Roberts, und das sei sein Vorgänger William Rehnquist. Rehnquist war 33 Jahre Oberster Richter des Supreme Court und galt als einer der einflussreichtsten konservativen Mitglieder des Obersten Gerichtshofs. Er war Anfang September im Alter von 80 Jahren gestorben. Der fünfzigjährige John Roberts wird als verläßlicher Konservativer bezeichnet, nicht aber als Hardliner. Roberts sei von den Demokraten gewählt worden, weil er nicht abseits des Mainstream liege, so Senator Charles Schuman von den Demokraten, er hoffe, man habe sich nicht getäuscht. Um Kandidaten für frei werdende Sitze am Supreme Court gibt es oft erbitterten Streit zwischen konservativen und demokratischen Kräften, da eine Personalie die politische Richtung des Gerichts für die nächsten Jahrzehnte bestimmen kann.Der Oberste Richter der Vereinigten Staaten wird auf Lebenszeit ernannt. Der Supreme Court nimmt eine Schlüsselstellung im politischen System der USA ein, häufig trifft er gesellschaftspolitische Entscheidungen wie zum Recht auf Abtreibung oder zur Todesstrafe.