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Verstärkte Grenzsicherung nach Ansturm illegaler Einwanderer in Ceuta und Melilla

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Verstärkte Grenzsicherung nach Ansturm illegaler Einwanderer in Ceuta und Melilla

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Spanien und Marroko haben die Militärpräsenz an ihrer gemeinsamen Grenze verstärkt.

Es ist dies die Antwort auf die sich seit Tagen zuspitzende Situation in den in Afrika gelegenen spanischen Exklaven Ceuta und Melilla. Rund 500 Soldaten der spanischen Armee bezogen noch am Donnerstag wie hier in Ceuta ihre Posten – Marokko will auf der anderen Seite der Grenze 1.600 zusätzliche Soldaten stationieren. Seit Tagen versuchen hunderte illegale Einwanderer aus Schwarzafrika über den doppelten Grenzzaun zu stürmen, der Marroko von dem EU-Gebiet auf afrikanischem Boden trennt. Fünf Immigranten wurden dabei erschossen – ob von spanischer oder marrokanischer Seite aus ist bislang noch ungeklärt. Seit Anfang diesen Jahres haben rund 12.000 Schwarzafrikaner versucht, illegal nach Ceuta und Melilla zu gelangen. Während konservative Politiker in Spanien Marroko beschuldigen, tatenlos zu zu sehen, erklärte Rabat, man sei alleine mit dem Problem überfordert. Das spanisch-marrokanische Gipfeltreffen in Sevilla am Donnerstag stand im Zeichen der Problematik illegaler Einwanderung. Spaniens Ministerpäsident Jose Luis Rodriguez Zapatero äußerte in der andalusischen Hauptstadt, Spanien und Marroko hätten ein gemeinsames Interesse, illegale Einwanderung zu bekämpfen. Von nun an werde man die Zusammenarbeit verstärken, so Zapatero weiter. Ein Problem bleibt für Spanien bestehen: sind die Illegalen einmal nach Ceuta oder Melilla gelangt, können die Behörden diese häufig nicht abschieben, da die Herkunftsländer die Wiederaufnahme der Menschen oftmals ablehnen.