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Weltweite Besorgnis wegen asiatischer Vogelgrippe

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Weltweite Besorgnis wegen asiatischer Vogelgrippe

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Die in einigen asiatischen Ländern aufgetretene Vogelgrippe löst weltweit immer mehr Besorgnis aus. Seit ihrem Ausbruch Ende 2003 starben daran in Südostasien mehr als 60 Menschen. Bisher ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch nur schwer möglich, aber Wissenschaftler rechnen mit einer Mutation des Erregers, die eine weltweite Epidemie möglich machen würde.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO könnte eine solche Pandemie bis zu siebeneinhalb Millionen Menschen das Leben kosten. Damit mäßigte die WHO die Aussage ihres bisherigen Krisenmanagers David Nabarro, der zuvor von UN-Generalsekretär Kofi Annan zum Chefkoordinator der Vereinten Nationen für die Eindämmung der Vogelgrippe ernannt worden war: Er glaube, was jetzt unternommen werde, könnte darüber entscheiden, ob die Zahl der Toten eher bei fünf Millionen oder bei 150 Millionen liegen werde, sagte der britische Arzt in New York.

Die Landwirtschaftsminister der südostasiatischen Staaten beschlossen bei ihrem Treffen in den Philippinen ein Rahmenprogramm für die Bekämpfung der Seuche, doch nach Meinung von Experten mangelt es dafür bisher an Geld. Nach Schätzungen der UN sind für Impfprogramme und andere Medikamente rund 80 Millionen Euro erforderlich. In Indonesien – wo bereits fünf Menschen an der Vogelgrippe gestorben sind – konnte die Verbreitung der Krankheit unter den Geflügelbeständen durch die dort vorgenommenen Impfungen noch nicht eingedämmt werden. Das am schwersten betroffene Land ist derzeit Vietnam – mit bisher 40 Toten.