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Nach Bali-Anschlägen: Kein Massenexodus von Urlaubern

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Nach Bali-Anschlägen: Kein Massenexodus von Urlaubern

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Dem Terror zum Trotz wollen die meisten Touristen auf Bali ihren Urlaub fortsetzen. Die australische Regierung hat ihre Bürger allerdings dazu aufgerufen, alle nicht notwendigen Reisen nach Indonesien zu vermeiden. Denn neue Anschläge können nicht ausgeschlossen werden. Drei Jahre nach den verheerenden Anschlägen im Ferienort Kuta-Beach versetzen die Terrorakte vom Samstag der Tourismuswirtschaft auf Bali erneut einen schweren Schlag.

“Wir haben Angst und sind beunruhigt. Aber gleichzeitig wollen wir Bali nicht einfach so verlassen. Wir wollen die Balinesen nicht einfach im Stich lassen, weil sie für diese Sache nicht verantwortlich sind. Außerdem sind wir gerad eerst angekommen und wollen den Rest unseres Urlaubes hier bleiben”, so ein Tourist aus Australien. Andere Urlauber ziehen es vor, Bali unter dem unmittelbaren Eindruck des Terrors zu verlassen. Ein deutsche Tourist berichtete, dass eine der Bomben in einem Restaurant explodierte, in dem er bereits fünf Mal während seines Urlaubes gegessen hatte. Die Bombe sei hochgegangen, als sie gerade vorbei gegangen waren. Es sei schrecklich gewesen. Anders als bei den Anschlägen im Jahr 2002 ist kein Massenexodus von Touristen zu verzeichnen. Damals hatte das Ausbleiben von Urlaubern nach der Bombenserie die Wirtschaft des Urlaubsparadieses in eine tiefe Krise gestürzt.