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Nachwahl in Dresden bringt einen Erfolg für die CDU

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Nachwahl in Dresden bringt einen Erfolg für die CDU

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Die Nachwahl zum deutschen Bundestag in Dresden hat einen Sieg für die CDU und Kanzlerkandidatin Angela Merkel gebracht. Nach ersten Trend-Berechnungen der Forschungsgruppe Wahlen kann die CDU sogar mit einem weiteren Bundestagsmandat rechnen – sie hätte dann 226 Mandate, die SPD 222. Bei den Zweitstimmen hat offenbar die FDP von der Zurückhaltung der CDU-Wähler profitiert. Denn aufgrund des komplizierten deutschen Wahlrechts hätte ein zu hohes Zweitstimmenergebnis für die CDU ein Überhangmandat der Partei gefährden können.

Das bedeutet, dass CDU-Chefin Angela Merkel deutlich gestärkt in die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen gehen und ihren Anspruch auf den Posten des Bundeskanzlers untermauern kann. Schwierig wird es hingegen für den Amtsinhaber Gerhard Schröder, der ebenfalls auf dem Kanzleranspruch beharrte, obwohl die SPD nur auf Platz Zwei landete. Mit einem schlechten Ergebnis in Dresden wird es für ihn schwieriger, seine Position zu behaupten. Die Wahlbeteiligung in Dresden dürfte hoch ausgefallen sein: am spätenNachmittag hatten bereits mehr als 67 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Die Nachwahl in Dresden war nach dem plötzlichen Tod einer Direktkandidatin der rechtextremen NPD notwendig geworden.