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Spannende Nachwahl in Dresden gestartet

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Spannende Nachwahl in Dresden gestartet

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Eine Nachwahl, die vielleicht über das Schicksal der deutschen Kanzlerkandidaten Merkel und Schröder entscheidet: Zwei Wochen nach dem regulären Wahltermin am 18. September sind rund 219.000 Wahlberechtigte in Sachsens Landeshauptstadt zu der Entscheidung aufgerufen, ob sich das Kräfteverhältnis von Union und SPD im deutschen Bundestag noch einmal leicht verschiebt. Die Nachwahl in einem Teil Dresdens war notwendig geworden, weil kurz vor dem regulären Termin eine Direktkandidatin der rechtsextremen NPD gestorben war und ein neuer Bewerber nominiert werden musste.

Entscheidende Veränderungen durch die Nachwahl sind zwar ausgeschlossen. Aber der amtierende Bundeskanzler Gerhard Schröder würde es bei einer Niederlage in Dresden noch schwerer haben, seinen Anspruch auf das Kanzleramt aufrecht zu erhalten. Aber auch der parteiinterne Rückhalt für Unions-Kandidatin Angela Merkel dürfte weiter schwinden, sollte sie in Sachsen ein schlechtes Ergebnis einfahren. Das Tauziehen um die Macht in einer möglichen Großen Koalition zwischen SPD und Union könnte damit heute durch die Wahlberechtigten in Dresden mit entschieden werden. Auch das Abschneiden der sozialistischen Linkspartei dürfte in der Elbmetropole mit Spannung erwartet werden. Die Wahllokale schließen um 18 Uhr.