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Hunderttausende Franzosen streiken gegen Privatisierungen

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Hunderttausende Franzosen streiken gegen Privatisierungen

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Kräftemessen in Frankreich: Erstmals seit dem Amtsantritt von Premierminister Dominique de Villepin hat ein nationaler Streiktag das öffentliche Leben weitgehend lahm gelegt, wie hier in Paris. Mit dem Streik demonstrierten hunderttausende Angestellte für eine Anhebung der Kaufkraft, mehr Arbeitsplätze und die Sicherung des öffentlichen Dienstes. Jeder zweite bis dritte Lehrer blieb der Schule fern. Im Nahverkehr sorgte die Arbeitsniederlegug teilweise für ein Verkehrschaos und kilometerlange Staus.“Wir haben diese Privatisierung satt”, sagte eine Streikende. “Wir geben alles den Aktionären und immer weniger an die Angestellten. Deshalb sind wir hier.“Bei ihrem Aktionstag marschierten die Gewerkschaften erstmals seit 1986 wieder gemeinsam. Zusammen mit den linken Parteien werfen sie der Regierung Villepin soziale Demontage vor. In Städten wie Lille oder hier in Lyon sorgte der Streik für ein Verkehrschaos. Der Zug- und Flugverkehr kam weitgehend zum Erliegen.