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Österreich lenkt bei Vollmitgliedschaft der Türkei ein: Durchbruch nach Verhandlungmarathon

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Österreich lenkt bei Vollmitgliedschaft der Türkei ein: Durchbruch nach Verhandlungmarathon

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Erst in den frühen Morgenstunden kam die Einigung zustande. Nach fast dreißigstündigen Verhandlungen akzeptierte Ankara ein von den 25 EU-Staaten ausgehandeltes Verhandlungsmandat. In letzter Minute lenkte Österreich ein und verzichtete darauf, auch über eine Alternative zu einer Vollmitgliedschaft der Türkei zu verhandeln.

Der überaus glückliche türkische Außenminister Abdullah Gül versprach, daß die Türkei die notwendigen Reformen umsetzen und in der EU einiges einbringen werde: Auch die Welt werde von diesen Beitrittsverhandlungen profitieren. Die Türkei unterscheide sich in einigen Punkten von den anderen EU-Staaten und das werde mehr Vielfalt in die EU bringen, sagte Gül. Auch der britische Außenminister Jack Straw sieht in der Türkei eine Bereicherung der EU. “Dieses große muslimische Land in eine EU zu integrieren, die bislang von Staaten mit einem christlichen Erbe geprägt war, ist der Beweis dafür, daß es keinen “Kampf der Kulturen” gibt, sondern nur eine Kluft zwischen den zivilisierten Völkern dieser Erde und eine kleine Minderheit, die unsere Zivilisation zerstören möchte”, sagte Straw. Einfach werden die Verhandlungen nicht: Jedes einzelne Kapitel kann von jedem einzelnen EU-Staat mit einem Veto belegt werden, was die gesamten Gespräche scheitern ließe.