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Türkei-Verhandlungen mit der EU stoßen weltweit auf Zustimmung

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Türkei-Verhandlungen mit der EU stoßen weltweit auf Zustimmung

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Der Beginn der Verhandlungen über eine türkische EU-Mitgliedschaft ist bei Politikern aus aller Welt auf Zustimmung gestoßen. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso richtete freilich eine Mahnung an die Union und an den Neuen Beitrittskandidaten: “Die Türkei muss genau so behandelt werden wie jeder andere Kandidat”, sagte Barroso. “Und sie muss die EU-Forderungen hinsichtlich Demokratie, Menschenrechten und der Justiz strengstens befolgen, wenn sie dem Club beitreten will. Europa muss mehr über die Türkei lernen und die Türkei muss die Herzen und die Köpfe der europäischen Bürger gewinnen.”

Die österreichische Außenministerin Ursula Plassnik, die die Verhandlungen so lang blockiert hatte, wies nun darauf hin, dass die Diskussion stets sachlich und ruhig geblieben sei: “Es war keine offensive Diskussion. Es gab einfach verschiedene Ansichten darüber, was die beste Lösung sein könnte. Wir werden jetzt mit den Verhandlungen beginnen und wir werden das im guten europäischen Geist tun.” Hoffnung für die Zukunft hat der zyprische Außenminister George Iacovou. Die Türkei weigert sich ja nach wie vor, den griechischen Teil Zyperns anzuerkennen. “Wir haben die türkischen Beitrittsbestrebungen immer unterstützt”, sagte Iacouvou, “und wir hoffen nun, dass die Türkei diesen zyprischen Beitrag für ihren Weg nach Europa anerkennen wird.” Auch aus den USA kam eine positive Reaktion von Regierungssprecher Sean McCormack. “Die USA haben die Bemühungen der Türkei lang unterstützt”, sagte er. “Wir hatten in dem Prozess keine Stimme, aber wir haben die Ambitionen der Türkei auf diplomatischem und rhetorischem Weg gefördert.”