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Sturm auf Europa: Flüchtlinge überwinden erneut Grenzzaun am spanischen Außenposten in Afrika

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Sturm auf Europa: Flüchtlinge überwinden erneut Grenzzaun am spanischen Außenposten in Afrika

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Trotz verstärkter Grenzbefestigungen haben am Mittwoch erneut 500 Afrikaner versucht, von Marokko aus in die spanische Exklave Melilla zu gelangen. 65 Afrikanern konnten den Grenzzaun überwinden. Die Flüchtlinge wählten für den Sturm auf die Grenze eine Stelle, an der die Sperrzäune noch nicht auf sechs Meter erhöht worden waren.

Die Guardia Civil trieb die meisten Immigranten mit Gummigeschossen und Rauchbomben auf marrokanisches Hoheitsgebiet zurück. Etwa 40 von ihnen erlitten beim Überklettern der drei Meter hohen Grenzzäune Schnittverletzungen und Prellungen. Das einzige Aufnahmelager der Stadt ist völlig überfüllt. Dutzende von Afrikanern schlafen auf der Straße. Das Lager hat weniger als 500 Plätze, in Melilla halten sich aber mehr als drei Mal so viele Flüchtlinge auf. “Wir haben keinen Platz mehr”, sagen die Einwoner. Der Bürgermeister von Melilla verlangte, die Eindringlinge ohne jede Formalitäten sofort auf marokkanisches Gebiet zurückzuschicken. Madrid beschuldigt Marokko, das Anspruch auf die beiden Exklaven erhebt nicht genug gegen den Flüchtlingsansturm zu tun.