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Nach Massenstürme auf Exklaven: Spanien will illegale Einwanderer abschieben

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Nach Massenstürme auf Exklaven: Spanien will illegale Einwanderer abschieben

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Politische Konsequenzen nach den Massenanstürmen afrikanischer Einwanderer auf die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla: die spanische Vizeministerpräsidentin Maria Teresa Fernandez de la Vega erklärte bei einem Besuch in Melilla, die Regierung arbeite hinsichtlich einer Abschiebung der Flüchtlinge mit Marokko zusammen. “Gibt es wirklich jemanden in Spanien”, fragt Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero, der ernsthaft sagt, dass man auf Menschen schießen sollte, die in Stacheldrahtzäunen hängen bleiben, weil sie ihrer Misere entfliehen wollen?”

In den vergangenen Tagen und Wochen hatten wiederholt Hunderte von afrikanischen Flüchtlingen versucht, über die bereits verstärkten Grenzzäune in die Exklaven in Marokko zu gelangen. Dabei hatten mehrere ihr Leben verloren, Dutzende wurden verletzt. Die Menschen, die es bis auf spanisches Gebiet nach Ceuta und Melilla schafften, bemühen sich dort um Arbeit. Trotz der Ankündigung Spaniens, illegale Einwanderer abzuschieben, versuchten mehr als 1000 Afrikaner erneut, die Grenze zu überwinden – dabei starben mindestens sechs Menschen. Die Sicherheitskräfte konnten den neuerlichen Massenansturm abwehren.