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Razzia gegen IRA-Chef: Nordirischer Friedensprozeß in London fortgesetzt

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Razzia gegen IRA-Chef: Nordirischer Friedensprozeß in London fortgesetzt

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Bei einer Razzia gegen die IRA haben britische Behörden in Manchester Vermögensgegenstände im Wert von 45 Millionen Euro sichergestellt. Die Polizeiaktion soll im Zusammenhang mit der Finanzaffaire des vermutlichen IRA-Chefs Thomas Murphy stehen. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen will der Staat die Güter nach eingehender Untersuchung wieder verkaufen.

Um den Friedensdialog in Nordirland wieder aufzunehmen, empfing der britische Premierminister Tony Blair in London Gerry Adams, Chef des politischen Arms der IRA Sinn Fein. Zu einem Gespräch mit Blair war auch der Vorsitzende der radikalen protestantischen Unionisten, Ian Paisley, geladen. “Wir haben den Premierminister getroffen und sind entschlossen, mit Hilfe Gottes die Rechte für die Menschen in Nordirland einzufordern”, sagte Paisley nach dem Treffen. Zuvor hatte er Blair einen 60-Seiten umfassenden Forderungskatalog übergeben. Darin legte Paisley die Bedingungen seiner Partei fest, um Gespräche mit Sinn Fein wieder aufzunehmen.