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Friedensnobelpreis: Lob und Kritik für el Baradei und Atomenergiebehörde

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Friedensnobelpreis: Lob und Kritik für el Baradei und Atomenergiebehörde

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Für die Arbeit gegen die Ausbreitung von Atomwaffen erhalten die internationale Atomenergiebehörde und ihr Chef Mohamed El Baradei den diesjährigen Friedensnobelpreis.

Für el Baradei bedeutet die Auszeichnung eine Bestätigung seiner Bemühungen. Mit dem Preis wird die dringlichste Gefahr von heute anerkannt: die Bedrohung durch atomare Waffen, durch Tausende von Nuklearwaffen, die es weiterhin auf der Welt gibt und die Gefahr eines nuklearen Terrorismus. Das Nobelpreiskomitee erkennt dies an, eine Lösung kann es nur über eine internationale Zusammenarbeit geben, sagte Baradei in einer ersten Reaktion. Spitzenpolitiker aus aller Welt begrüßten die Wahl des Osloer Nobelpreis-Komitées. Kritik wurde indes bei Anti-Atomorganisationen laut. Überrascht und mit ungetrübter Freude reagierten die Mitarbeiter von el Baradei. Zur Zeit bemüht sich die in Wien ansässige UN-Behörde um einen Stopp der umstrittenen Atomprogramme Nordkoreas und Irans. Der Nobelpreis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert und wid am 10. Dezember überreicht.