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Generalstreik in Belgien

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Generalstreik in Belgien

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Der erste landesweite Streik seit zwölf Jahren hat Belgien nahezu völlig lahm gelegt. Betroffen waren der Nah- und Fernverkehr, Schulen, Behörden und Geschäfte. Auch der Zugverkehr mit den Nachbarländern kam zum Erliegen.Hunderttausende Arbeitnehmer folgten dem Aufruf der sozialistischen Gewerkschaft FGTB. Sie kämpft gegen die Pläne der Regierung, die Sozialsysteme zu reformieren.In mehreren großen Städten blockierten die Streikpsoten Fahrzeugdepots, Einkaufszentren und Fabriken.Der Flughafen Charleroi im Süden des Landes blieb ganz geschlossen. Auf dem internationalen Flughafen in Brüssel ging der Flugbetrieb jedoch weiter. Es kam lediglich wegen dichten Nebels zu Verspätungen.Auch eine Opel Fabrik wurde von Streikposten geschlossen.Ministerpräsident Guy Verhofstadt zeigte sich unbeindruckt von der Arbeitsniederlegung: Er wolle an seinen geplanten Reformen festhalten – mit den Gewerkschaften oder ohne sie. Supermärkte wurde kurzerhand von Streikposten geschlossen.Nachdem die Kunden zum schnellen Zahlen aufgefordert worden waren, wurde auch hier dicht gemacht.Schätzungen zufolge kostet der Steik das Land rund 240 Millionen Euro.