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Mehrere hundert Flüchtlinge in Sahara ausgesetzt

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Mehrere hundert Flüchtlinge in Sahara ausgesetzt

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Die marokkanische Polizei hat mehrere hundert afrikanische Flüchtlinge in der Sahara 800 Kilometer südlich der spanischen Exklave Melilla ausgesetzt. Bilder des spanischen Fernsehens belegen die Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen.

Die Emigranten waren in den Wäldern bei Melilla aufgegriffen und mit Bussen in die Wüste gebracht worden, berichtete die Organisation Ärzte ohne Grenzen.

Die Marokkanische Regierung wies die Vorwürfe zurück. Dieser Flüchtling kommt aus einem Flüchtlingslager in Benin. “Alles nur weil er schwarz ist, das ist ungerecht”, sagt er.

Ein weiterer geht nach Melilla zurück – er will Geld verdienen, für seine Schwestern. 20 Flüchtlinge sollen in der Wüste schon verdurstet sein. Auch Spanien hat bereits mehrere nach Ceuta und Melilla eingedrungene Flüchtlinge abgeschoben. Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge Antonio Guterres kritisierte, dass unter den hunderten Afrikanern auch Menschen mit Anspruch auf Asyl sein könnten. Sie hätten ein Recht darauf, dass dies geprüft werde.