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Vogelgrippe-Alarm in Rumänien

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Vogelgrippe-Alarm in Rumänien

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Nach dem Verdacht erster Vogelgrippefälle in Europa am Freitag und Samstag haben rumänische Behörden das gesamte Donaudelta unter Quarantäne gestellt. Ein Dorf mit 400 Familien wurde völlig von der Außenwelt abgeschottet. Dort hatte das Geflügelsterben schon am 26. September begonnen. In den vergangenen Monaten sind in Rumänien 7 000 verendete Vögel – Haustiere und Zugvögel – auf das Virus der Vogelgrippe überprüft worden.

Bei drei in einem Fischerdorf im Donaudelta verendeten Hausenten hatten Laboranalysen in Bukarest Antikörper der Vogelseuche gastgestellt. Proben wurden nach London geschickt, um sie auf die gefährliche Variante H5N1 zu untersuchen. Das Donaudelta wird von zahlreichen Zugvögeln frequentiert. Wissenschaftler befürchten, dass infizierte Tiere das gefährliche Virus aus dem Osten ins Land gebracht haben. Die Vereinten Nationen warnen seit August vor einer Verbreitung der asiatischen Seuche in Europa.

Inzwischen haben die rumänischen Behörden haben eine Massenimpfung gegen Grippe gestartet. Damit soll das Risiko reduziert werden, daß sich jemand gleichzeitig mit Menschen- und Vogelgrippe infiziert. So könnten sich auch die Viren vermischen. Befürchtet wird eine Mutation des Virus, so dass es auch von Mensch zu Mensch weitergegeben werden kann. Bisher ist die Vogelgrippe nur direkt von infiziertem Geflügel auf Menschen übertragen worden.

Im Ernstfall könnte auch in Deutschland der Einschluss von Freiluftgeflügel angeordnet werden. Die Bundesregierung erwägt eine Eilverordnung zum Schutz vor der Tierseuche. Die Vogelgrippe war bereits 2003 in den Niederlanden ausgebrochen und dort radikal bekämpft worden.