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Flüchtlingsdrama in Nordafrika: EU-Kommission entsendet Delegation

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Flüchtlingsdrama in Nordafrika: EU-Kommission entsendet Delegation

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In der spanischen Exklave Melilla ist am Sonntag eine Delegation der europäischen Kommission eingetroffen, um die aktuelle Lage zu untersuchen. Mehr als 1000 Flüchtlinge aus Afrika warten seit mehreren Tagen in Lagern auf eine Entscheidung der spanischen Regierung, sie nach Marokko zurückzuschieben oder als Asylanten nach Europa einreisen zu lassen. Viele von ihnen haben bereits eine mehrjährige Reise durch Afrika hinter sich. Auch das UN-Flüchtlingshochkommissariat hat angesichts der prekären Lage angekündigt, eine Delegation in die spanischen Exklaven zu entsenden.

Ende September hatten Tausende Flüchtlinge die Sperrzäune rund um die beiden spanischen Exklaven Melilla und Ceuta überwunden. Spanien hatte zunächst zahlreiche Flüchtlinge nach Marokko abgeschoben, diese Praxis jedoch gestoppt, als bekannt wurde, dass die marokkanischen Sicherheitskräfte rund 1000 illegale Zuwanderer in der Sahara aussetzen ließen. Nach heftigen internationalen Protesten ließ Marokko die Flüchtlinge wieder aus der Sahara abtransportieren und mit Bussen in ein Lager bringen. Nach Informationen der Organisation “Ärzte ohne Grenzen” sollen die Emigranten nun mit Flugzeugen in ihre Heimatländer zurückgebracht werden.