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Proteste wegen ausgesetzter Flüchtlinge

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Proteste wegen ausgesetzter Flüchtlinge

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Nach internationalen Protesten hat Marokko etwa 1000 afrikanische Flüchtlinge aus der Sahara zurückgeholt. Die Immigranten waren beim Versuch festgenommen worden von Marokko aus in die spanische Exklave Melilla zu gelangen. Daraufhin hatte die Polizei sie in einem Wüstengebiet an der Grenze zu Algerien ausgesetzt.

Menschenrechtsorganisationen hatten versucht, die Flüchtlinge notdürftig zu versorgen. Jetzt sollen sie in ihre Heimatländer zurückgebracht werden. Doch keiner hier weiß genau, wohin die Reise geht. “Wir haben nichts gegessen”, so ein Flüchtling. “Die Reporter haben uns mit Wasser versorgt. “Viele von Ihnen haben eine mehrjährige Reise durch Afrika hinter sich, um die Südgrenze Europas zu erreichen. Menschenrechtler versuchten die Busse aufzuhalten.

Sie werden sie wieder irgendwo in der Wüste aussetzen, befürchtet dieser Menschenrechtler. Unterdessen in eine Delegation der europäischen Kommission in Melilla eingetroffen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Offenbar will Spanien vorerst keine weiteren Flüchtlinge nach Marokko abschieben, solange deren Schicksal dort unklar ist. Auch das UN-Flüchlingshochkommisariat wird eine Delgation nach Melilla entsenden.