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Schweres Erdbeben in Pakistan fordert Zehntausende Todesopfer

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Schweres Erdbeben in Pakistan fordert Zehntausende Todesopfer

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Das schwere Erdbeben in Pakistan hat Zehntausende Tote gefordert. Aus der pakistanischen Regierung heißt es, man gehe von rund 20.000 Opfern aus, die Behörden im Kaschmir hingegen sprechen von 30.000 Toten allein in der Region. Darüber hinaus werden Tausende Menschen vermisst. Unter den Opfern befinden sich auch zahlreiche Kinder, da mehrere Schulgebäude durch die Erdstöße einstürzten. “Dies war ein Schulhaus”, berichtet ein Mann. “Als das Dach herabstürzte, befanden sich 400 Schüler darin. Ich habe Stimmen aus den Trümmern gehört, aber niemand konnte helfen.”

Mindestens 41.000 Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Die Rettungsteams stehen vor einer fast unlösbaren Herausforderung. Viele Straßen sind verschüttet, sodass die Helfer in entlegene Gebiete im Norden des Landes nicht vordringen können. Dort werden Tausende weiterer Opfer vermutet. Für die pakistanische Armee ist es der größte Katastropheneinsatz seit der Staatsgründung 1947. Ein Sprecher des Präsidenten sprach von einer “beispiellosen Zerstörung”. Das Beben erreichte eine Stärke von 7,6 auf der Richterskala. Sein Epizentrum lag an der indisch-pakistanischen Grenze im Kaschmir, wo rund drei Millionen Menschen leben. Die Region, wegen ihrer landschaftlichen Schönheit oft als “Himmel auf Erden” bezeichnet, ist nun ein gigantischer Friedhof. Zahlreiche Dörfer und kleine Städte sind vollständig von der Landkarte verschwunden. Die Kaschmir-Hauptstadt Muzaffarabad bietet ein Bild der Verwüstung. Viele der insgesamt 90.000 Einwohner der Stadt sind tot oder werden vermisst. Ganze Straßenzüge wurden von Erdrutschen hinweggefegt. Auch das Krankenhaus wurde stark beschädigt. Schwer Verletzte werden daher in behelfsmäßigen Lazaretten versorgt. Zahlreiche Menschen müssen auf Bahren am Straßenrand auf die medizinische Versorgung warten. Rund 500 Kinder starben in Muzaffarabad, als ein Schulhaus einstürzte. Die Behörden befürchten, dass noch rund 1000 Jungen und Mädchen unter den Trümmern eingeschlossen sind.