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Tragödien in Pakistan: Zahlreiche Kinder sterben beim Einsturz von Schulen

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Tragödien in Pakistan: Zahlreiche Kinder sterben beim Einsturz von Schulen

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Nach dem verheerenden Erdbeben offenbart sich in Pakistan nur langsam das ganze Ausmaß der Katastrophe. In der Hauptstadt Islamabad stürzten zahlreiche Häuser ein – Rettungskräfte suchten am Sonntag unter den Trümmern weiterhin nach Verschütteten.

Das Epizentrum des Bebens lag in der Region Kaschmir, an der Grenze zwischen Pakistan und Indien. Rund drei Millionen Menschen leben im pakistanischen Teil Kaschmirs. Das Gebiet, wegen seiner landschaftlichen Schönheit auch “Himmel auf Erden” genannt, hat sich nun in einen riesigen Friedhof verwandelt. Beim Einsturz mehrerer Schulen in der Region kamen zahlreiche Kinder ums Leben. Rund 400 Schüler starben, als ein Schulgebäude in Balakot im Norden Pakistans einstürzte. Helfer berichteten, sie hätten die Rufe verschütteter Kinder gehört, hätten sie aber nicht befreien können. Auch in Muzaffarabad, der Hauptstadt des Kaschmir in Pakistan, starben 500 Kinder beim Einsturz einer Schule. Große Teile der Stadt lagen in Schutt und Asche. Viele der rund 90.000 Einwohner sind tot oder werden vermisst. Für das pakistanische Militär sind die Rettungsarbeiten der größte Katastropheneinsatz seit der Staatsgründung im Jahr 1947. Die Bergung der Toten und Verletzten gestaltet sich besonders schwierig, da viele Straßen verschüttet und entlegene Orte kaum mehr zugänglich sind – Hilfsgüter können daher vielfach nicht zu ihren Bestimmungsorten gebracht werden. In Muzaffarabad wurde auch das örtiche Krankenhaus beschädigt – schwer Verletzte werden nun in behelfsmäßigen Lazaretten versorgt. Menschen in weniger kritischem Zustand müssen vielfach auf Bahren an der Straße auf medizinische Hilfe warten.