Eilmeldung

Eilmeldung

Erdbeben in Pakistan: Kinder aus eingestürzten Schulbauten gerettet

Sie lesen gerade:

Erdbeben in Pakistan: Kinder aus eingestürzten Schulbauten gerettet

Schriftgrösse Aa Aa

Trotz Zehntausender Toter gibt es nach dem Erdbeben in Pakistan im Leid manchmal auch Momente der Freude. So wie im Kaschmir-Dorf Balakot, wo mehrere Kinder lebend aus den Trümmern des Schulhauses gerettet werden konnten. Die Hilfstruppe sind noch nicht bis Balakot gekommen, daher räumten die Dorfbewohner den Schutt mit bloßen Händen fort.

In den drei Schulen des Ortes werden noch weitere Überlebende vermutet. “Es sind noch mehr am Leben da drinnen”, sagt ein Student aus Peshawar, “aber wir können ihnen nicht helfen. Die Rettungskräfte sind nicht hier, sonst hätten wir sie viel früher herausholen können.”

Mehr als 40.000 Todesopfer hat das Erdbeben in Pakistan nach offiziellen Schätzungen gefordert – eine schreckliche Bilanz. Umso verzweifelter suchen die Einheimischen nach jedem weiteren Überlebenden. Mohammed Farhad, eines der geretteten Kinder, ist neun Jahre alt, sein Bruder ist in dem Schulhaus gestorben. “Wir hatten Leseunterricht”, erzählt Mohammed, “dann gab es einen schrecklichen Krach und das Dach fiel herunter…” Vor dem Erdbeben machten Kinder im Norden des Landes rund die Hälfte der Bevölkerung aus. Nun ist in manchen Gegenden fast eine ganze Generation umgekommen. Dennoch aber geben die Pakistaner nicht auf und suchen weiterhin nach möglichen Überlebenden der Katastrophe.