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Erdbeben in Pakistan: Weltweite Welle der Hilfsbereitschaft

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Erdbeben in Pakistan: Weltweite Welle der Hilfsbereitschaft

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Nur langsam kommen die Hilfstruppen in die pakistanischen Krisengebiete – die meisten Straßen sind blockiert, aber nach und nach werden die Erdrutsche beseitigt. Im Norden lag auch das Epizentrum des Bebens, an der Grenze zu Indien, wo rund 2000 Menschen starben. Das Schicksal Tausender Vermisster ist nach wie vor ungewiss.

Weltweit hat unterdessen eine Welle der Hilfsbereitschaft eingesetzt. Die USA schickten bereits mehrere Helikopter. Die Weltbank kündigte einen 16-Millionen-Euro-Kredit an, die EU will ihre Soforthilfe von 3,6 Millionen Euro erheblich aufstocken. Die USA sagten 41 Millionen Euro an Hilfsgeldern zu, die internationale Gemeinschaft 37 Millionen.

Auch Indien, mit dem Pakistan zweimal Kriege um Kaschmir führte, hat seine Hilfe angeboten. Rettungsteams aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien, der Türkei, Japan, China und zahlreichen anderen Ländern sind unermüdlich im Einsatz – und immer wieder gelingt es, unter den Trümmern noch Überlebende zu finden.

Die Not ist groß in den Katastrophengebieten. Hilfsorganisationen schätzen, dass rund 2,5 Millionen Menschen obdachlos sind. Mindestens 200.000 winterfeste Zelte werden benötigt, ebenso wie Trinkwasser, Decken oder Lebensmittel. Dazu kommen immer wieder neue Nachbeben, die die Überlebenden in Angst und Schrecken versetzen – und die laut Wissenschaftlern ungewöhnlich zahlreich und stark sind. Die Nachbeben können noch bis zu drei Monate andauern.