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Stichwahl entscheidet über polnischen Präsidenten

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Stichwahl entscheidet über polnischen Präsidenten

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Der Kampf um das Präsidentenamt in Polen geht in die zweite Runde. Im ersten Wahlgang erhielt der liberalkonservative Donald Tusk nach Auszählung von 90 Prozent der Stimmen knapp 36 Prozent. Das bedeutet: Stichwahl in zwei Wochen gegen den nationalkonservativen Lech Kaczyniski, der gut 33 Prozent erhielt.

“Ich glaube,” sagt Donald Tusk, “daß die kommenden zwei Wochen eine Zeit der positiven Energie sein werden für Millionen Menschen, die an die Worte “Solidarität” und “Freiheit” glauben.” Tusk hatte vor allem in den Städten und den west- und zentralpolnischen Regionen gepunktet. Lech Kaczynski gewann vor allem auf dem Land und in den armen Regionen im Osten und Süden: “In zwei Wochen gibt es das Finale. Heute möchte ich mich bei Millionen Polen bedanken, die für die Dritte Republik……Nein, für die Vierte..” Der Warschauer Bürgermeister propagiert eine moralische Wende. Kritiker werfen ihm vor, dabei sich dabei auch rechts-nationaler und antisemitischer Klischees zu bedienen. Beide Politiker stehen für einen Rechtsruck im politischen Leben Polens. Nur rund die Hälfte der Bürger ging zur Wahl. Der zweite Wahlgang findet am 23.Oktober statt.