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Suche nach Überlebenden des Erbebens in Südasien geht weiter

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Suche nach Überlebenden des Erbebens in Südasien geht weiter

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Nach dem schweren Erdbeben in Südasien wird in den Trümmern eingestürzter Gebäude weiter unter Hochdruck nach Überlebenden gesucht, und vielerorts konnten immer wieder Menschen lebend geborgen werden. Unterdessen wird die Zahl der Todesopfer ständig nach oben korrigiert. In Pakistan war von offizieller Seite bereits von rund 40.000 Toten die Rede. Allein im pakistanischen Teil von Kaschmir sollen mehr als 30.000 Menschen umgekommen sein. Im indischen Teil starben nach offiziellen Angaben mehr als 600 Menschen. Das Epizentrum des Bebens lag in der Nähe der Demarkationslinie. Das Beben der Stärke 7,6 hatte am Samstagmorgen weite Landstriche im Norden Pakistans und Indiens verwüstet. Luftaufnahmen der Region zeigen das Ausmaß der Zerstörung. Es ist die schlimmste Naturkatastrophe in der Geschichte Pakistans seit der Gründung 1947. Überall sind Leichen zu sehen. Die Überlebenden stehen unter Schock. Viele fürchten weitere Erdstöße. Innerhalb von 24 Stunden nach dem Hauptbeben wurden zwanzig Nachbeben registriert. Unterdessen sind weltweite Hilfsaktionen angelaufen. Die obdachlos gewordenen Menschen brauchen dringend Decken und Zelte; außerdem werden Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente benötigt. Pakistans Präsident Musharraf bat um Hubschrauber für die Versorgung schwer zugänglicher Gebiete. Der iranische Rote Halbmond entsandte ein Flugzeug mit Hilfsgütern. Teams aus der Türkei, China, Grobritannien und Deutschland waren bereits im Einsatz, auch ein französisches Rettungsteam mit Gerät zur Bergung Verschütteter: Sie hätten Schneidbrenner mitgebracht, erklärte der Teamchef, mit denen man durch Metall und Beton den Weg frei machen könne für Spürhunde, und dann auch für medizinische Rettungskräfte. Die Europäische Union sicherte 3,6 Millionen Euro als Soforthilfe zu. Auch Indien, mit dem Pakistan zwei Kriege um Kaschmir führte, bot Hilfe an.