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Deutschlands erste Kanzlerin will sich mit SPD "zusammenraufen"

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Deutschlands erste Kanzlerin will sich mit SPD "zusammenraufen"

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Angela Merkel muss bei den nächste Woche beginnenden Koalitionsverhandlungen mit der SPD noch Lösungen für zahlreiche Sachfragen finden. Denn die CDU/CSU verfolgt teilweise von den Sozialdemokraten grundverschiedene Konzepte, von der Reform des Sozialsystems bis hin zu außenpolitischen Herausforderungen wie einem EU-Beitritt der Türkei. Merkel sagte: “Ich sehe im übrigen die Möglichkeiten, sich in der Aussenpolitik zusammenzuraufen als nicht schwieriger an als sich in einigen wesentlichen innenpolitischen Fragen zusammenzuraufen. Ich glaube, dass es einen Fundus von Gemeinsamkeiten gibt, es geht zum Teil um Akzente, die dann ja auch gesetzt werden können, wenn ich als Bundeskanzlerin die Möglichkeit habe Besuchsprogramme zu gestalten.” Nach Angaben von Merkel erhält die SPD acht Fachministerien, die Union sechs. Über die genaue Ressortaufteilung ist offiziell noch nichts bekannt. Aber es gilt als sicher, dass der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Edmund Stoiber ein gemeinsames Ministerium für Wirtschaft und Technologie übernehmen soll. Der scheidende Bundeskanzler Gerhard Schröder hat es unterdessen abgelehnt, als Minister unter Merkel in der Regierung mitzuarbeiten. Seine Partei soll aber wahrscheinlich die Reformfelder Gesundheit, Arbeit und Finanzen erhalten, ferner das Auswärtige Amt, sowie die Ministerien für Entwicklung, Justiz, Gesundheit und Umwelt. Eine Aufteilung, die innerhalb der Unionsparteien umstritten ist, weil die SPD damit Schlüsselressorts weiterführen kann. Die Koalitionsverhandlungen sollen am kommenden Montag beginnen und bis zum 12. November abgeschlossen werden.