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Erste Wahlen in Liberia seit dem Bürgerkrieg

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Erste Wahlen in Liberia seit dem Bürgerkrieg

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In Liberia zeichnet sich bei den ersten Präsidentschaftswahlen seit dem Bürgerkrieg eine hohe Wahlbeteiligung ab. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten der ehemalige Stürmerstar des AC Mailand George Weah und die ehemalige Harvard-Absolventin und Weltbank-Angestellte Ellen Johnson-Sirleaf. Insgesamt bewerben sich 22 Kandidaten. Vor vielen Wahllokalen bildeten sich schon mehrere Stunden vor der Öffnung lange Schlangen.

Etwa 1,3 Millionen Liberianer sind aufgerufen, nach 14 Jahren Bürgerkrieg einen neuen Präsidenten zu wählen. Der langjährige Präsident des westafrikanischen Landes, George Taylor, war vor zwei Jahren aus dem Amt und ins nigerianische Exil vertrieben worden. Seither sind in Liberia rund 15.000 Friedenssoldaten stationiert, um für Sicherheit zu sorgen. In dem Bürgerkrieg, in dem es unter anderem um die Kotrolle des Diamantenhandels ging, kamen mehr als 250-tausend Menschen ums Leben.

Zu den wichtigsten Aufgaben des neuen Präsidenten gehören der Wiederaufbau des Landes und die Bekämpfung der Korruption. Der Urnengang wird von internationalen Beobachtern unter Leitung des ehemaligen Präsidenten von Benin, Nicephore Soglo und dem früheren US-Präsidenten Jimmy Carter überwacht.