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Marokko und Spanien verhandeln über Flüchtlingskrise

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Marokko und Spanien verhandeln über Flüchtlingskrise

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Der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos ist nach Marokko gereist, um mit der Regierung in Rabat das Problem illegaler Zuwanderer aus afrikanischen Staaten zu erörtern. Noch vor Beginn der Gespräche schob Marokko Migranten nach Senegal und Mali ab. Spanien hatte in der vergangenen Woche die Ausweisung von Flüchtlingen aus den Exklaven Ceuta und Melilla nach Marokko ausgesetzt.

Beim Besuch eines Flüchtlingslagers in Melilla lobte eine EU-Delegation einige der dortigen Einrichtungen. Sylvia Yvonne Kausmann, die Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments, sagte jedoch, Europa müsse seine Politik gegenüber Menschen in Not überdenken. Zuvor hatte die EU von Marokko Aufklärung über Berichte von Hilfsorganisationen gefordert, dass ausgewiesene Zuwanderer in der Wüste ausgesetzt worden seien. Während Marokko die Abschiebungen fortsetzt, verstärkt Spanien die Sicherheitsanlage um die Flüchtlingslager auf seinem afrikanischen Territorium, um das Eindringen weiterer Migranten zu verhindern.