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Zukunft von Korsika-Fährgesellschaft weiter ungewiß

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Zukunft von Korsika-Fährgesellschaft weiter ungewiß

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Keine Einigung im Streit um die Zukunft der staatlichen französischen Fährgesellschaft SNCM. Der Aufsichtsrat des schwer angeschlagenen Staatsunternehmens sprach sich bei einem Treffen für die Regierungspläne zur Teilprivatisierung der SNCM aus. Zuvor warem Gespräche von Finanzminister Thierry Breton und Verkehrsminister Dominique Perben mit den Gewerkschaften ergebnislos verlaufen.

Nach den gewaltsamen Protesten von SNCM-Angestellten in den vergangenen Wochen hatte die Regierung eine künftige Eigentümerstruktur vorgeschlagen, bei der der Staat einen Anteil von 25 Prozent behält. Neun Prozent sollen den Mitarbeitern gehören. Der größte Teil soll an den Investmentfonds Butler Capital Partners gehen. Gegen den ursprünglich geplanten vollständigen Verkauf der Fährgesellschaft hatte es massive Proteste gegeben. Seit Ende September wird das Unternehmen bestreikt, die Fährverbindungen nach Korsika sind unterbrochen. Inzwischen sprachen sich mehrere Gewerkschaften für eine Aussetzung des Arbeitskampfes aus. Die seit Wochen andauernde Blockade des Hafens von Marseille wurde bereits teilweise gelockert.