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Irakische Sunni-Gruppierung gibt Widerstand gegen Verfassungsreferendum auf


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Irakische Sunni-Gruppierung gibt Widerstand gegen Verfassungsreferendum auf

Vier Tage vor der Volksabstimmung im Irak über eine neue Verfassung sind bei mehreren Bombenanschlägen über 30 Menschen getötet worden. Eine der wichtigsten politischen Gruppen der sunnitischen Bevölkerungsminderheit gab derweil ihren Widerstand gegen die neue Verfassung auf. Zuvor hatte eine Explosion auf einem Markt im Westen Bagdads mindestens zwei Menschen getötet; viele weitere – darunter mehrere Kinder – wurden verletzt. Bei der Explosion einer Autobombe im Bagdader Stadtteil Amiriya kamen laut ersten Berichten bis zu zwanzig Menschen ums Leben. Der Anschlag galt einer irakischen Armee-Patrouille. In der nordirakischen Stadt Tal Afar tötete ein Sprengsatz mindestens 24 Menschen. Die meisten der Opfer waren Zivilisten, die einen Markt besuchten.

Die große Mehrzahl der Anschläge im Irak ist von sunnitischen Gruppen verübt worden, die die Übergangsregierung ablehnen und das Verfassungsreferendum boykottieren wollen. Nun rief eine der größeren Sunni-Gruppen, die Irakische Islamische Partei, ihre Anhänger auf, am Samstag mit Ja zu stimmen. Ein Sprecher der Gruppe sagte, Vertreter der regierenden Koalition aus Schiiten und Kurden hätten in Gesprächen einigen Verfassungsänderungen zugestimmt.
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