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Nato beginnt Luftbrücke ins Erdbebengebiet Pakistans

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Nato beginnt Luftbrücke ins Erdbebengebiet Pakistans

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In Kaschmir gibt es vier Tage nach dem verheerenden Erdbeben mit vermutlich mehr als 41.000 Toten kaum mehr Hoffnung, noch Überlebende zu finden. Unwetter verzögerten den Transport von Hilfsgütern in die Katastrophenregion. Ein Arzt in einem der Lager sagt: “Wir sind auf uns allein gestellt. Wir haben nichts. Wir sind am Ende.” Viele Menschen verbrachten die vierte Nacht nach dem Erdbeben der Stärke 7,7 in Zelten oder im Freien. Unterdessen wächst die Gefahr von Seuchen. Morgen wird eine Kältewelle in der Region erwartet, die das Los der Überlebenden noch weiter verschlimmern könnte.

Die NATO will heute mit einer Luftbrücke in das Erdbebengebiet Pakistans beginnen. Der Nordatlantikrat hatte gestern in Brüssel beschlossen, Transportkapazität des Bündnisses für Hilfslieferungen und den Transport von Helfern zur Verfügung zu stellen. Noch ist aber unklar, wie viele Flugzeuge insgesamt im Rahmen der NATO-Luftbrücke eingesetzt werden. Die Vereinten Nationen errechneten unterdessen einen Finanzbedarf von rund 226 Millionen Euro für Sofortmaßnahmen zugunsten der Erdbebenopfer. Das Geld werde gebraucht, um über den Winter den Opfern erste Lebens- und Wiederaufbauhilfe leisten zu können.