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Massiver Rebellenangrif im Kaukasus - Dutzende Tote

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Massiver Rebellenangrif im Kaukasus - Dutzende Tote

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Stundenlange Kämpfe und blutiges Chaos – erneut ist es in einer Kaukasusrepublik zu massiven Rebellenangriffen gekommen. Dabei kamen Dutzende Menschen ums Leben.

Schätzungsweise 200 Kämpfer attackierten in Naltschik, der Provinzhauptstadt von Kabardino-Balkarien zeitgleich gezielt Gebäude des russischen Sicherheitsapparats. Sie griffen Polizeireviere, das örtliche Hauptquartier des Inlandsgeheimdienstes FSB sowie den Flughafen an. Im Internet übernahmen tschetschenische Rebellen die Verantwortung für die Angriffe. Die Teilrepublik Kabardino-Balkarien gilt seit langem als Rückzugsgebiet tschetschenischer Kämpfer. Die Gefechte begannen in einem Vorort von Naltschik und breiteten sich auf mehrere Stadtviertel aus. Die Polizei riegelte die Stadt ab. Erst nach mehreren Stunden meldeten die Behörden, die Lage sei unter Kontrolle. Unter den Toten sind offiziellen Angaben zufolge mindestens 12 Zivilisten und ebenso viele Sicherheitskräfte. Wie viele Rebellen getötet wurden, ist unklar. Die Zahl schwankt unterschiedlichen Quellen zufolge zwischen 20 und 50. Mehr als 70 Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Angreifer gehörten vermutlich zur islamistischen Untergrundorganisation “Jarmuk”. Man vermute, dass die Rebellen mit dem Angriff festgenommene Gesinnungsgenossen befreien wollten, die in Naltschik inhaftiert waren, hieß es aus dem Innenministerium in Moskau. Erste Berichte über eine Geiselnahme in einer Schule bestätigten sich nicht.