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Pakistan in Not: Hilfstruppen haben noch nicht alle Krisengebiete erreicht

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Pakistan in Not: Hilfstruppen haben noch nicht alle Krisengebiete erreicht

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Auch mehrere Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Südasien fehlt es in vielen betroffenen Städten und Dörfern in Pakistan immer noch am Lebensnotwendigsten. Kämpfe um die spärlichen Nahrungsmittel sind an der Tagesordnung. Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf hat die Weltgemeinschaft um weitere finanzielle Unterstützung gebeten. Bisher hat die internationale Gemeinschaft fast 500 Millionen Euro in Aussicht gestellt, außerdem Rettungsteams und Hilfsgüter geschickt. Aber nur langsam kommen die ausländischen Hilfstruppen in die Krisenregionen im Nordosten des Landes. “Viele Gegenden haben wir noch nicht erreicht”, sagt ein Sprecher der pakistanischen Armee, “denn das betroffene Gebiet umfasst 20.000 Quadratkilometer.” Die Regionen nahe dem Epizentrum des Bebens im Kaschmir sind bergig und unwirtlich. In den Nächten wird es bitterkalt; mancherorts fällt sogar Schnee.

Rund 40.000 Menschen kamen in Pakistan ums Leben, manche Dörfer sind vollständig zerstört. Wer überlebte, hat oft alles verloren. Mehr als zwei Millionen Menschen sind obdachlos und auf Hilfe angewiesen – sie brauchen Lebensmittel, Trinkwasser und winterfeste Zelte. Dazu kommen zahlreiche Nachbeben: In der Nacht zum Donnerstag erschütterte ein neuerliches Beben der Stärke 5,6 die schwer gebeutelte Region und löste Panik unter den Menschen aus.