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Tote und Verletzte nach Rebellenangriff in russicher Kaukasusrepublik

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Tote und Verletzte nach Rebellenangriff in russicher Kaukasusrepublik

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Nach einem massiven Rebellenüberfall in der russischen Kaukasusrepublik Kabardino-Balkarien haben die Sicherheitskräfte eigenen Angaben zufolge die Lage wieder unter Kontrolle. Bewaffnete Männer griffen in der Hauptstadt Naltschik mehrere Polizeiwachen und Regierungsgebäude, das örtliche Hauptquartier des Inlandsgeheimdienstes FSB sowie den Flughafen an. Auf einer Internetseite übernahm eine tschetschenische Rebellengruppe die Verantwortung für den Angriff. Offiziellen Angaben zufolge kamen durch Gefechte und Granatexplosionen mindestens 12 Zivilisten ums Leben. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt. Die Sicherheitskräfte hätten fünfzig der insgesamt 150 Rebellen getötet, hieß es. Andere Quellen meldeten auch auf Seiten der Sicherheitskräfte mehr als zwanzig Tote.

Eine Grundschule in unmittelbarer Nähe einer Polizeiwache wurde evakuiert. Zunächst hatte es geheißen, in der Schule sei es zu einer Geiselnahme gekommen. Das Stadtzentrum wurde abgesperrt – die Polizei patrouillierte dort und forderte die Einwohner zum Verlassen ihrer Häuser auf. In den vergangenen Monaten war es in Kabardino-Balkarien verstärkt zu Angriffen von mutmaßlichen islamistischen Rebellen auf Beamte gekommen.