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Gefährliches Vogelgrippe-Virus in der Türkei heizt Ängste in Europa an

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Gefährliches Vogelgrippe-Virus in der Türkei heizt Ängste in Europa an

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Bei Geflügelproben aus der Türkei ist der gefährliche Vogelgrippe-Virus-Typ H5N1 nachgewiesen worden. Nach Angaben der Regierung in Ankara trat die für Vögel hochansteckende Krankheit in einer Freilandzucht auf. Deren gesamter Bestand wurde daraufhin vernichtet. Weitere Fälle von Vogelgrippe seien nicht bekannt, hieß es. Eine Übertragung des Erregers von einem kranken Tier auf den Menschen ist zwar möglich, die Gefahr wird jedoch zur Zeit als gering eingeschätzt.

Trotz der Entwarnung und scharfer Kontrollen gegen illegale Tier- und Fleischtransporte stieg die Nachfrage nach Grippemitteln in einigen Staaten Europas sprunghaft an. Das Mittel Tamiflu ist in Frankreichs Apotheken kaum noch zu haben. In der EU gilt ein Importstopp für Geflügel und Geflügelprodukte aus der Türkei und vielen weiteren Ländern Asiens. Dennoch sind viele Menschen verunsichert. “Ich konsumiere weniger Hühnerfleisch”, meint etwa eine Pariserin, “denn die Informationen über die Grippe machen mir Angst.” In Rumänien wurde bei einem Huhn und einer Ente der Virustyp H5 nachgewiesen. Noch ist jedoch nicht klar, ob es sich um das gefährliche Virus H5N1 handelt. In der Region wurden die Menschen verstärkt gegen Grippe geimpft. Experten warnten unterdessen vor Panik. Die Europäische Kommission empfahl die Ausweitung von Impfungen gegen normale Grippe-Erkrankungen.