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Gipfel im Zeichen der Armut

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Gipfel im Zeichen der Armut

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Im spanischen Salamanca hat heute der 15. Ibero-Amerika-Gipfel begonnen. Die Staats- und Regierungschefs aus 22 Ländern versammelten sich in der Universitätsstadt. Sie beraten in erster Linie über konkrete Massnahmen gegen die Armut. Mit einer Schweigeminute gedachten sie der Opfer von Guatemala, Nicaragua und Katalonien.Der venezolanische Präsident Hugo Chavez steht mit seiner anti-amerikanischen Haltung im Mittelpunkt des Interesses, nachdem der mit Spannung erwartete kubanische Staatschef Fidel Castro dem Gipfel kurz zuvor eine Absage erteilt hatte. Es ist das fünfte Mal in Folge, dass Castro dem Treffen fernbleibt.Schon vor Beginn der Verhandlungen waren zwei Passagen in das Kommuniqueeaufgenommen worden, an denen Castro sehr gelegen war. Der erste Punkt betraf die Forderung nach der Auslieferung des mutmasslichen Terroristen Luis Posada Carriles. Er ist heute in den USA interniert. Zum zweiten wurden die USA aufgefordert, ihre Blockade-Politik gegen Kuba aufzugeben.

UN-Generalsekretär Kofi Annan forderte in seiner Ansprache die lateinamerikanischen Staaten auf, schärfer gegen Korruption und Armut vorzugehen. Der Gastgeber, Spaniens Ministerpräsident Zapatero, musste sich am Rande des Gipfels von konservativer Seite vorwerfen lassen, mit seiner Aussenpolitik dem Castro-Regime näher zu stehen als dem NATO-Verbündeten USA. Der Iberoamerika-Gipfel geht morgen zu Ende.