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Terror im Kaukasus: Dutzende Menschen getötet oder verwundet

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Terror im Kaukasus: Dutzende Menschen getötet oder verwundet

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Auch in der Nacht zum Freitag ist in der nordkaukasischen Stadt Naltschik keine Ruhe eingekehrt. Nach dem Angriff islamistischer Rebellen auf Gebäude des Sicherheitsapparates hatten sich einige Terroristen noch in den Morgenstunden in einer Polizeistation und einem Waffengeschäft verschanzt. Unklar war, ob sie Geiseln genommen hatten. Dennoch hieß es aus der Regierung der Teilrepublik, die Lage sei unter Kontrolle. Präsident Arsen Kakanow sagte, man werde die Rebellen bald besiegt haben. Es handelt sich um den schwersten Terroranschlag in Russland in diesem Jahr. In den Kaukasusgebieten kommt es immer wieder zu blutigen Attentaten.

Über Stunden herrschte in Naltschik blutiges Chaos. Am Freitag morgen hatten die in Gruppen aufgeteilten Rebellen zunächst eine Kaserne und den Flughafen angegriffen, es kam zu Straßenkämpfen mit Schusswaffen und Granaten. 12 Zivilisten und 12 Sicherheitskräfte kamen ums Leben, außerdem wurden nach offiziellen Angaben 61 Terroristen erschossen und 17 festgenommen. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Im Internet übernahmen tschetschenische Rebellen aus dem Umfeld des Terrorführers Schamil Bassajew die Verantwortung. Der russische Präsident Wladimir Putin ließ Naltschik komplett abriegeln und drohte mit der Erschießung aller bewaffneten Kämpfer. Wie die Polizei mitteilte, wurde die Stadt sogar zweifach abgesperrt, um einen Ausbruch der Rebellen zu verhindern.