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Vogelgrippe vor Europas Toren

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Vogelgrippe vor Europas Toren

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Veterinär-Experten der Europäischen Union treffen sich heute in Brüssel, um über Massnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe zu beraten. Für Dienstag ist eine Sondersitzung der Eu-Außenminister anberaumt.

Die Ereignisse überschlugen sich, nachdem gestern das Auftreten des Virus H5N1 in der Türkei bestätigt wurde. Unklar ist, ob es sich auch in Rumänien um das für den Menschen gefährliche Virus handelt. Zollprobleme haben Tests der Vogelgrippe-Erreger verzögert. Wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte, müssen beim Versand der Proben aus Rumänien spezielle Vorschriften für gefährliche Güter einhalten werden. Die Ergebnisse der Untersuchung würden daher nicht vor Samstagnachmittag erwartet. In der Türkei sind mittlerweile mehrere Verdachtsfälle aufgetreten. Neun Menschen befinden sich in Turgutlu im Westen des Landes im Krankenhaus und werden Bluttest unterzogen. Seit dem Ausbruch der Vogelgrippe Ende 2003 wurden in Asien mehrere zehn Millionen Stück Federvieh aus Vorsorgegründen notgeschlachtet oder verendeten. In Ländern, in denen Menschen sehr eng mit dem Geflügel zusammenleben, sind laut der Weltgesundheitsorganisation rund 120 Menschen erkrankt. Mehr als 60 starben an dem Virus.