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Gewaltsame Auseinandersetzungen in Kiew

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Gewaltsame Auseinandersetzungen in Kiew

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Im Zentrum von Kiew haben sich heute Nationalisten und Kommunisten heftige Strassenschlachten geliefert. Polizeitruppen waren im Einsatz. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt.

Zu den Schlägereien kam es im Gefolge der Feierlichkeiten des 63. Jahrestages der Ukrainischen Aufstandsarmee UPA, die sich bei ihrer Entstehung während des Zweiten Weltkriegs als nationale Befreiungsbewegung verstanden hatte. Die Spannungen zwischen Nationalisten und Kommunisten sind symbolisch für die derzeitigen Verhältnisse in der Ukraine. Das Land ist gespalten in ein westliches Lager, das nach der europäischen Integration strebt, und ein östliches, auf Russland ausgerichtetes Lager. Während die Nationalisten der Ukrainischen Aufstandsarmee einen Veteranen-Status für die ehemaligen Mitglieder der UPA einfordern, protestieren die Kommunisten und andere Linksparteien gegen jegliche Anerkennung der faschistischen Armeegruppierung. Der ukrainische Staatschef Viktor Juschtenko hatte bereits mehrfach zur Versöhnung beider Lager aufgerufen. Bislang weitgehend erfolglos.