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Vogelgrippevirus in Rumänien auch für Menschen gefährlich

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Vogelgrippevirus in Rumänien auch für Menschen gefährlich

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Bei den in Rumänien an Vogelgrippe verendeten Hausenten ist das auch für Menschen gefährliche Virus H5N1 festgestellt worden. Dies sei das Ergebnis der Untersuchungen im EU-Referenzlabor in Großbritannien, teilte Rumäniens Landwirtschaftsminister Flutur mit. Die Enten waren vor einer Woche im Donaudelta verendet. In dem unter Quarantäne stehenden Dorf Ceamurlia wurden die Notschlachtungen der Hausvögel inzwischen abgeschlossen. Gestern wurde ein zweiter Infektionsherd im Donaudelta festgestellt; bei Proben von einem dort verendeten Huhn und einem Schwan wurde bei Labor-Untersuchungen in Bukarest der Virustyp H5 festgestellt.

Ob es sich um den Sub-Typ H5N1 handelt, soll nun bei weiteren Untersuchungen geprüft werden. Mit dieser Variante können sich auch Menschen infizieren, doch ist bisher nur eine Übertragung von Tieren möglich. In Südostasien starben daran sechzig Menschen seit dem Ausbruch der Seuche vor zwei Jahren. In Rumänien wurden vorsorglich Grippeschutzimpfungen durchgeführt. Ein speziell gegen diesen Erregertyp wirksames Mittel gibt es jedoch nicht. Experten schätzen die Gefahr einer Infektion für Menschen in Europa derzeit als geing ein. Ein Fachausschuss der Europäischen Kommission beschloss gestern, Maßnahmen gegen eine Einschleppung durch Wildvögel zu auszuarbeiten. Am Dienstag wollen sich die Eu-Außenminister bei einem Krisentreffen in Luxemburg mit der Vorlage befassen. Die Verordnung soll für definierte Risikogebiete gelten, die besonders stark von Zugvögeln aufgesucht werden.