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Auszählung im Irak

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Auszählung im Irak

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Im Irak hat die Auswertung der Abstimmung zur künftigen Verfassung begonnen. Nach Angaben der Wahlkommission sollen die Ergebnisse zu Beginn der nächsten Woche bekannt gegeben werden. Schätzungen zufolge beteiligten sich mehr als 60 Prozent der rund 14 Millionen Wahlberechtigten am Referendum. Die Abstimmung verlief ohne große Zwischenfälle. Dazu beigetragen hatte ein landesweites Fahrverbot, nächtliche Ausgangssperren, die Schließung der Grenzen und nicht zuletzt ein massives Polizei- und Militäraufgebot.

Die neue Verfassung wird von Schiiten und Kurden, die zusammen etwa 80 Prozent der Bevölkerung ausmachen, begrüßt. Die Sunniten sehen ihre Interessen in einem geschwächten Zentralstaat nicht gewahrt und lehnen sie daher ab. Der Entwurf räumt den Provinzen und Regionen eine weitgehende Selbständigkeit ein. Sie werden auch über Rohstoffvorkommen wie Erdöl und Erdgas bestimmen. US-Präsident George W. Bush nannte das Referendum einen schweren Schlag gegen die Terroristen. Die EU-Kommission begrüßte die Abstimmung als einen wichtigen Schritt hin zu Demokratie und Selbstbestimmung.