Eilmeldung

Eilmeldung

Verstärkte Maßnahmen gegen Vogelgrippe in Rumänien

Sie lesen gerade:

Verstärkte Maßnahmen gegen Vogelgrippe in Rumänien

Schriftgrösse Aa Aa

Die rumänischen Behörden haben die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor Vogelgrippe drastisch verstärkt. In den beiden am stärksten gefährdeten Verwaltungskreisen im Südosten des Landes werden alle Fahrzeuge und Züge vor dem Überqueren der Gebietsgrenze kontrolliert und gründlich desinfiziert. In dem zuerst betroffenen Dorf Ceamurlia wurde die Notschlachtung und Entsorgung von rund 19-tausend Stück Geflügel abgeschlossen; in Maliuc und einem weiteren Dorf in der Nähe liefen die Massenschlachtungen auf Hochtouren. Die Regierung sagte den betroffenen Dorfbewohnern Entschädigung zu. Der freie Auslauf des Geflügels wurde verboten, um den Kontakt mit Wildvögeln zu vermeiden. Die Vogelgrippe wurde vermutlich von Zugvögeln aus Sibirien die Kasachstan nach Rumänien und in die Türkei gebracht. Ob es sich bei dem zweiten Infektionsherd in Maliuc ebenfalls um den auf Menschen übertragbaren Virustyp handelt, ist noch unbekannt. Das Ergebnis aus dem EU-Referenzlabor wird in Kürze erwartet. Die EU hatte bereits vor Tagen ein Importstopp für Geflügel und Geflügelprodukte aus der Türkei und Rumänien verhängt und erwägt weitere Schutzmaßnahmen. Experten schätzen die Gefahr für Menschen in Europa als derzeit gering ein. Gefürchtet wird vor allem eine Mutation des Erregers, die eine Übertragung von Mensch zu Mensch und damit eine große Epidemie möglich machen würde.