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Vorwahlen der italienischen Mitte-Links-Parteien

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Vorwahlen der italienischen Mitte-Links-Parteien

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In Italien haben die Mitte-Links-Parteien landesweite Vorwahlen veranstaltet, um einen gemeinsamen Spitzenkandidaten für die Parlamentswahlen im kommenden Frühjahr zu bestimmen. Klarer Favorit unter den sieben Bewerbern ist der frühere Präsident der Europäischen Kommission, Romano Prodi. Er war bereits von 1996 bis 98 Regierungschef in Rom. Die Linkskoalition scheiterte damals an den orthodoxen Kommunisten unter Fausto Bertinotti. Auch er kandidiert bei den Vorwahlen und dürfte laut Meinungsumfragen auf den zweiten Platz kommen. Erst nach der Wahl des gemeinsamen Spitzenkandidaten soll darüber verhandelt werden, wie die Linksparteien bei den Wahlen auftreten wollen. Ein gemeinsames Manifest oder Koalitionsvereinbarungen gibt es noch nicht.Die “Primaries” nach amerikanischem Muster sind ein Novum für Italien. Bei dieser Vorwahl kann jeder Bürger teilnehmen. Der Wähler muss unterschreiben, dass er Anhänger des Mitte-Links-Lagers ist, und einen Unkostenbeitrag in Höhe von einem Euro zahlen. Landesweit wurden 10.000 Wahllokale eingerichtet. Sie sollen bis 22 Uhr geöffnet bleiben. Mit Ergebnissen wird erst spät in der Nacht gerechnet.