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Das Sterben im Irak geht weiter - Ergebnis des Referendums am Dienstag

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Das Sterben im Irak geht weiter - Ergebnis des Referendums am Dienstag

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Bei US-Angriffen in der Umgebung der westirakischen Stadt Ramadi sind nach amerikanischen Militärangaben 70 mutmaßliche Aufständische getötet worden. Allein 50 angebliche Rebellen seien gestorben, als sie beim Versuch, Waffen zu transportieren, von Präzisionsbomben aus der Luft getroffen wurden. Augenzeugen berichteten dagegen, mehr als die Hälfte der Getöteten seien Zivilisten gewesen. Am Tag der Abstimmung über die irakische Verfassung waren in Ramadi fünf US-Soldaten getötet worden.

Zwei Tage nach dem Referendum warten die Iraker nach wie vor auf das offizielle Ergebnis. Es soll bis Dienstag ausgezählt sein. Die Verfassung gilt als angenommen, wenn mehr als die Hälfte der Wähler mit “ja” gestimmt hat und sie nicht in mindestens drei Provinzen mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit abgelehnt worden ist. 63 Prozent der Wahlberechtigten hatten sich an der Abstimmung beteiligt – 5 Prozent mehr als bei der Parlamentswahl im Januar, die von der sunnitischen Bevölkerungsminderheit weithin boykottiert worden war. Der amerikanische Präsident George W. Bush lobte die Iraker für die hohe Wahlbeteiligung. US-Außenministerin Condoleeza Rice zeigte sich zuversichtlich, daß die Verfassung von den Irakern angenommen worden ist.