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Neue Verdachtsfälle von Vogelgrippe

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Neue Verdachtsfälle von Vogelgrippe

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Die Vogelgrippe breitet sich weiter in Europa aus. In Rumänien und Mazedonien sind neue Verdachtsfälle aufgetaucht, auch im europäischen Teil Russlands wird verendete Geflügel auf das besonders gefährliche Virus H5N1 untersucht – vorsorglich herrschen in vielen betroffenen Gebieten strenge Quarantänevorschriften. Wie die Europäische Union am besten gegen die Vogelgrippe vorgeht, berieten die EU-Außenminister auf ihrer Sondersitzung in Luxemburg. Die Befürchtung: Der gefährliche Erreger H5N1 könne sich mit einem menschlichen Virus verbinden. Die Folge könnte eine tödliche Grippewelle sein – über Länder oder Kontinente hinweg. Der europäische Gesundheitskommissar Markos Kyprianou warnte aber vor Panikmache: “Wir haben noch nicht alle nötigen Vorbereitungen getrofffen, trotzdem sollten keine Vergleiche mit der tödlichen spanischen Grippe Anfang des 20. Jahrhunderts gezogen werden. Wir haben bessere Gesundheitssysteme, besser ausgebidlete Ärzte.” In der kommenden Woche wollen die Gesundheitsminister Vorbereitungen für eine mögliche Grippe-Epidemie treffen. In welchem Umfang überhaupt Medikamente vorhanden sind, will die Kommission noch klären. Ein weiteres Problem: Ein spezieller Impfstoff kann erst entwickelt werden, wenn das Virus genau identifiziert ist. Der Schweizer Pharmakonzern Roche kündigte vorsorglich an, die Produktion des Grippemittels Tamiflu zu erhöhen. In Asien sind an dem besonders gefährlichen Typen H5N1 bisher 60 Menschen gestorben. Zugvögel brachten das Virus dann in die Balkanländer; sie halten sich zur Zeit noch im Donaudelta auf. Als nächstes Ziel könnte auch Deutschland betroffen sein.