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Vogelgrippe: Verdachtsfälle nun auch in Griechenland

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Vogelgrippe: Verdachtsfälle nun auch in Griechenland

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Die Vogelgrippe breitet sich weiter aus: Erstmals ist das Virus nun auch in einem EU-Staat aufgetaucht, nämlich in Griechenland. Allerdings ist noch nicht klar, ob es sich um den für Menschen gefährlichen Subtyp handelt – derzeit laufen entsprechende Untersuchungen. In den vergangenen Wochen hatte sich die Vogelgrippe unaufhaltsam nach Westen bewegt – von Russland über die Türkei und Rumänien bis nach Griechenland. Verdachtsfälle in Kroatien werden noch untersucht.

In Rumänien, wo der gefährliche Virustyp bestätigt wurde, werden die Notschlachtungen von Hausvögeln fortgesetzt. Die Polizei ist im Einsatz, um die Kadaver verendeter Tiere zu suchen; die beiden Quarantäne-Gebiete im Land wurden vollständig von der Außenwelt abgeschottet. Vor allem der beginnende Vogelzug macht Experten Sorgen: “Manche Vögel fliegen nach Süden, andere nach Westen”, sagt ein rumänischer Ornithologe. “Ich denke, in ein paar Tagen wird die Krankheit verschiedene Regionen erreichen, auch in westlichen Staaten.” Als erstes deutsches Bundesland hat Bayern Geflügelmärkte und Vogelschauen verboten. Das Verbot gilt bis zum 15. Dezember für eßbares Geflügel wie Hühner Enten oder Gänse, ausgenommen sind Sporttauben oder Kanarienvögel. Der bayerische Umweltminister will auch die anderen Bundesländer von einer Stallpflicht für Geflügel überzeugen. Die Händler sind beunruhigt. “Ich verkaufe meine Hühner zum halben Preis”, meint ein Geflügelbauer, “damit sie wegkommen, schließlich weiß niemand, wie lange das mit der Vogelgrippe noch geht.” Auch die EU will handeln: Die Außenminister wollen am Dienstag in Luxemburg über Maßnahmen zur Abwehr der Vogelgrippe sprechen. Die EU-Kommission bereitet einen Exportstopp für Geflügel aus der betroffenen Region in Griechenland vor. Die Testergebnisse aus Griechenland werden im Lauf des Dienstag erwartet.