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Vogelgrippe: Sicherheitsmaßnahmen in ganz Europa

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Vogelgrippe: Sicherheitsmaßnahmen in ganz Europa

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Die Angst vor der Vogelgrippe ruft die europäischen Sicherheitbehörden auf den Plan. In vielen Ländern wie etwa Großbritannien werden Flugpassagiere besonders streng kontrolliert, vor allem, wenn sie aus Ländern kommen, wo die Existenz des gefährlichen Virustyps bestätigt ist. Die Beamten suchen nicht nur nach lebendem Geflügel, sondern auch nach frischem Geflügelfleisch, Eiern oder Federn.

Vor allem durch Zugvögel verbreitet sich das Vogelgrippevirus immer weiter in Richtung Westeuropa. Aus Fernost gelangte es über den asiatischen Teil Russlands bis in die Türkei und nach Rumänien. Inzwischen ist auch der erste Verdachtsfall im europäischen Teil Russlands aufgetreten. Die EU-Außenminister berieten am Dienstag in Luxemburg über Maßnahmen gegen eine befürchtete Pandemie. EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou zeigte sich kritisch – man sei mit den Vorbereitungen nicht so weit wie man sein sollte, sagte er. Fast alle europäischen Staaten haben bereits Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Frankreich hält im November eine Vogelgrippe-Übung ab, bei der die Absperrung von Gebieten oder die Desinfizierungsmaßnahmen simuliert werden. In Deutschland haben einige Bundesländer Freilaufverbote für Geflügel verhängt – in Österreich will man am Donnerstag über Schutzmaßnahmen beraten. In Großbritannien werden Wildvögel auf das Virus untersucht, Spanien und Portugal setzen auf verstärkte Kontrollen etwa in Nationalparks. Der Schweizer Pharmakonzern Roche kündigte an, die Produktion des Grippemittels Tamiflu zu steigern. Gegen die Vogelgrippe gibt es noch keinen speziellen Impfstoff – ein solcher kann erst entwickelt werden, wenn der Erreger identifiziert ist. Und noch ist in vielen Verdachtsfällen gar nicht klar, ob es sich überhaupt um den für Menschen gefährlichen Virustyp H5N1 handelt – oder um einen nur für Vögel tödlichen Erreger.