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Deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute dämpfen Hoffnung auf Aufschwung 2006

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Deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute dämpfen Hoffnung auf Aufschwung 2006

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Die deutsche Wirtschaft wird nach Auffassung der führenden Forschungsinstitute 2006 den Aufschwung verpassen. Das geht aus deren Herbstgutachten hervor. Die Wirtschaftsforscher gehen für 2006 von einem Wachstum von nur 1,2 Prozent aus – nach 0,8 Prozent im laufenden Jahr. Diese Zahlen seien zu schwach, um dem Arbeitsmarkt entscheidende Impulse zu geben. Die Erwerbslosenquote dürfte nur leicht auf 10,9 Prozent zurückgehen. Das Defizit soll sich weiter verringern.

In schwieriger Situation bleibt dem Gutachten zufolge die Bauindustrie. Hier gingen die Investitionen weiter zurück. Ein Lichtblick seien aber die Ausrüstungsinvestitionen, die in der ersten Jahreshälfte 2005 gestiegen sein. Insgesamt sei positiv zu bewerten, dass die Weltwirtschaft in diesem Herbst trotz des Anstiegs der Energiepreise kräftig expandiere. Zwar hätten Ausgaben für Rohöl und andere Rohstoffe dämpfende Effekte. Doch regten niedrige Kapitalmarktzinsen, steigende Vermögenswerte und eine sehr günstige Ertragslage der Unternehmen die Konjunktur an. Als Reaktion auf das Herbstgutachten forderten Wirtschaftsverbände die zukünftige deutsche Bundesregierung zu einem entschiedenen Reformkurs auf. Dies sei die wichtigste Hausaufgabe der großen Koalition.