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Monster-Hurrikan "Wilma" nähert sich dem Festland

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Monster-Hurrikan "Wilma" nähert sich dem Festland

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Der extrem gefährliche Hurrikan “Wilma” verbreitet in der Karibik Angst und Schrecken. Mindestens drei Meter hohe Flutwellen rollten nach Augenzeugenberichten auf die Halbinsel Yucatan im Osten Mexikos zu. Zahlreiche Hotels im Badeort Cancun wurden evakuiert. Fast 40 000 Touristen verbrachten die Nacht in Notunterkünften. US-amerikanische und kanadische Reisegesellschaften hatten zahlreiche ihrer Gäste ausgeflogen. Mittlerweile wurde der Flughafen von Cancun geschlossen, heisst es. Berichte über eine Panik oder eine Massenflucht aus den bedrohten Gebieten in Mexiko gibt es nicht. Auch anderswo befürchtet man schwere Schäden durch “Wilma”. Auf Kuba, auf der nördlichen Seite des Hurrikans, stellen sich die Einwohner auf Überschwemmungen und Erdrutsche ein, weil der Wirbelsturm besonders auf seiner Nordseite schwere Regenfälle verursacht. Mehr als 230 000 Menschen wurden von der Regierung aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Die Meteorologen vermuten, dass “Wilma” zwischen 15 und 17 Uhr MESZ auf das mexikanische Festland treffen und dann bis Sonntagabend nach Florida weiterziehen werde. Dabei seien Windgeschwindigkeiten von bis zu 415 Stundenkilometern möglich.

“Wilma” ist der siebte Hurrikan, der den US-Bundesstaat in nur 14 Monaten heimsuchen wird. 150 LKW-Ladungen mit Eis und Wasser sowie 200 000 Fertigmahlzeiten sollen vorsorglich nach Florida gebracht werden. Rettungs-, Bergungs- und Ärzteteams würden auf einen Einsatz vorbereitet, kündigte der Katastrophenschutz an.