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UNO-Bericht über Ermordung Hariris vorgestellt

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UNO-Bericht über Ermordung Hariris vorgestellt

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In die Ermordung des früheren libanesischen Präsidenten Rafik Hariri sind wahrscheinlich syrische Sicherheitskräfte verstrickt. Zu dem Ergebnis kommt ein UNO-Untersuchungsbericht des deutschen Sonderermittlers Detlev Mehlis – hier bei der Vorstellung des Berichts mit Generalsekretär Kofi Annan. Aber auch Libanesen sollen das Attentat mitgeplant haben. Der sei so komplex, sagte Mehlis, dass es schwer falle zu glauben, dass die syrischen und die libanesischen Geheimdienste nichts davon gewusst hätten. Das Attentat vom 14. Februar, sei monatelang im voraus geplant worden. Dass sein Land darin verwickelt sein soll, hatte der syrische Präsident Baschar Assad wiederholt zurückgewiesen. Syrien hatte jahrzehntelang eine Vormachtstellung im Libanon.Als durch das Attentat Ex-Präsident Hariri und 20 weitere Menschen getötet wurden, wuchs der internationale Druck. Mit Erfolg: Syrien musste sich aus dem Nachbarland vollständig zurückziehen. Wochenlang gingen Libanesen auf die Straße, um gegen die Ermordung ihres früheren Präsidenten und den Einfluss Syriens zu protestieren. Endgültige Klarheit über das Attentat wird es wohl erst geben, wenn der Untersuchungsbericht komplett abgeschlossen ist. Sollte Syrien tatsächlich hinter dem Mord stecken, drohen dem Land internationale Sanktionen.